Riesen-Gaudi in Kuckum

Erkelenz. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist das Oktoberfest der St.-Antonius-Schützenbruderschaft für Feierfreunde ein Anziehungspunkt. Auch Samstag fanden wieder rund 3000 Menschen den Weg ins Festzelt. Von Bastian Kaiser

„Ein Prosit der Gemütlichkeit“, schallt es im Viertelstundentakt durch das Kuckumer Oktoberfestzelt. An den 1800 Sitzplätzen werden die Bierkrüge in die Höhe gestemmt. Zum 23. Mal lädt die St. Antonius-Schützenbrüderschaft zum „größten Oktoberfest an der Niers“.

Schon beim Fassanstich ist das Festzelt gut gefüllt. Mit zwei Schlägen beendet Bürgermeister Peter Jansen gekonnt das Warten der durstigen Kehlen. An der Seite von Zeltwirt Karl-Heinz Oellers eröffnet der Bürgermeister bereits zum siebten Mal die Antonius-Wies’n – eine echte Tradition, aber immer wieder etwas Besonderes für Peter Jansen. Auch auf dem Münchener Oktoberfest ist er schon gewesen. „Aber das Kuckumer Oktoberfest hat einen ganz anderen Stellenwert“, sagt Jansen. Seit 15 Jahren kommt er hierher, und immer wieder packt ihn die einmalige Atmosphäre.

„Fetzentaler“ machen Stimmung

Dazu trägt vor allem die Musik bei. Zum ersten Mal verpflichtete Zeltwirt Oellers die österreichischen „Fetzentaler“ für die Kuckumer Wies’n-Gaudi. Mit einer Mischung aus Volksmusik, Schlager, Pop und Rock zieht die siebenköpfige Band die Besucher in ihren Bann – Jung und Alt, ob im Dirndl oder Jeans. „Die können einfach alles“, lobt Oellers. Von acht Uhr abends bis zwei Uhr in der Nacht sorgen die Österreicher für Stimmung.

Bei den Fußballern des SV Niersquelle Kuckum kommt das besonders gut an. Mit der kompletten Mannschaft besuchen die das Oktoberfest. „Das ist für uns einfach eine Pflichtveranstaltung“, erzählt Kapitän Dennis Kurth. Welch angenehme Pflicht. Denn eines ist in diesem Jahr anders: Die vergangenen Male war es für die Mannschaft nach Niederlagen oder Unentschieden eher ein „Frusttrinken“ auf der Wies’n. „Aber heute feiern wir zum ersten Mal einen Sieg“, gibt Spielführer Kurth stolz bekannt. Der Sportverein richtet außerdem die Verlosung aus, und natürlich hofft jeder auf den Reisegutschein oder einen Flachbildfernseher.

Tanzen auf Stühlen und Bänken

Um ein Uhr nachts ist die Party im Zelt auf dem Höhepunkt: Die Ordnungsbeamten können kaum noch verhindern, dass die Wies’n-Gäste ihrer Tanzlust auf den Bänken freien Lauf lassen, und die Tanzfläche ist bis auf den letzten Quadratmeter gefüllt. Kein Wunder, dass es eng wird: Etwa 3000 Besucher sind – wie erwartet – nach Kuckum gekommen. Nur rund die Hälfte von ihnen hat die Eintrittskarten im Vorverkauf erworben. Entsprechend turbulent ging es deshalb an der Abendkasse zu. „Im kommenden Jahr wollen wir im Voraus schon 80 Prozent der Karten verkaufen, um das etwas zu entzerren“, sagt Kassierer Hermann-Josef Storms.
Quelle: RP

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