Jugendschutz Oktoberfest Kuckum 2017

+++Jugendschutz+++

bei Personen unter 18 Jahren wird der Perso am Einlass eingesamelt. Dieser muss dann vor 0Uhr abgeholt werden. Nicht rechtzeitig abgeholte Ausweise werden an das Ortnungsamt weitergegeben.

Du bist nach dem 27.10.1999 geboren, also ein Jugendlicher (unter 18 Jahre) oder Minderjähriger (unter 16 Jahre)? Du möchtest länger als 24 Uhr zum Oktoberfest gehen?

Dann benötigst du einen Muttizettel hier:

partyzettel.de/muttizettel.pdf

Blaue Husaren 2017

15 Jahre Blauen Husaren Kuckum
Im Jahr 2002 gründeten sich die Blauen Husaren aus den 5 Mitgliedern Andre
Görtz, Rene Balogh, Rene Maas, Manuel Reuter und Thorsten Görtz als
Prinzengruppe des damaligen Prinzen Thorsten Görtz. Man konnte damals die
Uniformen der kurz zuvor aufgelösten alten Blauen Husaren übernehmen. Die
alte Gruppe bestand von 1974-1999. Im Jahr 2017 feiern die Blauen Husaren
stolz ihr 15 jähriges Jubiläum.
Zu den fünf Gründungsmitgliedern kam noch acht weitere Husaren dazu,
Alexander Esser, Christian Behren, Sven Görtz, Florian Oellers, Tim Oellers,
Michel Danners, Henry Klos und Heiko Both.
In dieser Aufstellung geht die Gruppe in ihr Jubeljahr.
In ihrem Jubiläumsjahr stellt die Husaren außerdem als erste Gruppe in der
langen Historie der Sankt-Antonius Bruderschaft den König und gleichzeitig
den Jungkönig. Rene Balogh, erster König der Gruppe, und Alexander Esser.
Es sind aber nicht die ersten Majestäten der Blauen Husaren . Mit Thorsten
Görtz(2002), Rene Balogh(2003), Christian Behren(2005) und Henry
Klos(2016) stellten die Husaren bereits 4 Jungkönige und mehrere Minister.
Außerdem wurden die Jungköniginnen Sabrina Schlier(2004) und Sabrina
Esser(2007) von den Blauen Husaren unterstützt.
Auch für das aktive Dorfleben ist in den 15 Jahren einiges getan wurden, mit
der Open Air Veranstaltung Viva La Kuckum wurden bis zu 400 Gästen
mehrere gesellige, feuchtfröhliche Abende mit Livemusik, Show und DJ
beschert.
Die Blauen Husaren sind eine feste Größe in der Kuckumer Schützenfamilie
geworden. Sie übernehmen Verantwortung im Vorstand, sie sind für den
Dorfschmuck auf dem Schützenfest und dem Oktoberfest zuständig und sind
auf allen Veranstaltungen immer aktiv vertreten.
Wir, die Blauen Husaren, wünschen allen Mitgliedern und Besuchern der Sankt
Antonius Bruderschaft viel Spaß bei diesem, für uns so besonderen,
Schützenfest 2017
.

Kuckumer Oktoberfest 2017 ist einfach eine Gaudi!

4000 Menschen besuchten das Kuckumer Oktoberfest. Die Veranstaltung wird komplett ehrenamtlich organisiert. „Wir sind am absoluten Rande unserer Kapazitäten“, sagt Brudermeister Hans-Josef Dederichs. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz/Kuckum. Bereits zum 28. Mal kam in Kuckum Wiesn-Stimmung auf: Im blau-weiß-geschmückten Festzelt herrschte bayerische Gemütlichkeit pur. Die St. Antonius Schützenbruderschaft als Veranstalter freut sich über einen neuen Besucherrekord. Von Philipp Schaffranek

Für Lutz Jakobs ist es der erste Besuch auf dem Kuckumer Oktoberfest. Trotzdem kann der 52-Jährige aus Holtum sagen, warum das bayerische Volksfest auch am südlichen Niederrhein so beliebt ist wie nie. Denn Jakobs ist begeisterter Oktoberfestgänger. „Ich finde, Oktoberfest ist einfach eine Gaudi“, sagt er. Und nicht nur einfach irgendeine Gaudi: „Es gibt ein ganz anderes Flair.“

Durch die Trachten, das Weißbier und die bayerischen Spezialitäten gebe es bei Oktoberfesten eine ganz andere Stimmung, als bei den üblichen Feiern in der Region. Kaum einer der zum Oktoberfest nach Kuckum kommt, trägt keine Tracht. Im blau-weiß-geschmückten Zelt herrscht bayerische Gemütlichkeit pur. „Man kann richtig aus dem tristen Alltag rauskommen“, sagt Jakobs, der einen guten ersten Eindruck vom Kuckumer Oktoberfest hat.

Bereits zum 28. Mal kam in Kuckum Wiesn-Stimmung auf. Das Fest der St.-Antonius-Schützenbruderschaft ist über die Jahre stetig gewachsen. Auch in diesem Jahr gab es einen neuen Rekord. Schon wenige Wochen nach dem Start des Kartenvorverkaufs war das Oktoberfest ausverkauft. Das war bereits im Sommer. Rund 4000 Menschen besuchten das Oktoberfest in diesem Jahr. „Wir sind damit am absoluten Rande unserer Kapazitäten“, sagt Brudermeister Hans Josef Dederichs. Denn das Fest wird komplett ehrenamtlich organisiert, und auch der Festplatz lässt ein noch größeres Zelt nicht zu. Mittlerweile helfen auch die Fußballer des SV Niersquelle Kuckum tatkräftig mit.

 

Zum Oktoberfest gehört natürlich auch der Fassanstich. Normalerweise ist das in Kuckum die Aufgabe von Erkelenz‘ Bürgermeister Peter Jansen. Doch der hatte sich gemeinsam mit Jürgen Frantzen, Bürgermeister aus Titz, überlegt, Landrat Stephan Pusch zu überraschen. Dieser sollte in diesem Jahr das Fass anstechen. Pusch wusste bei seiner Ankunft im Festzelt noch nichts von seinem Glück. „Warum nicht“, habe er sich dann aber gedacht, sagt Pusch nach dem erfolgreichen Fassanstich – schließlich sei er Hobby-Zimmerer. Zwei Schläge brauchte er. Einen mehr als Bürgermeister Jansen im letzten Jahr.

Auch musikalisch ist das Kuckumer Oktoberfest stilecht. Bis zum Fassanstich spielte der Musikverein Oktoberfest. Mit Märschen und Polkas, wie der „Böhmische Traum“, empfingen sie die zahlreichen Besucher, die das Zelt schon um 20 Uhr gut füllten. Nach dem Fassanstich begann dann der Auftritt der Band „Original Wällster Bayern-Power“. Die Band um Bandchef Jürgen Völkler ist schon seit den Anfangsjahren immer wieder einmal Gast beim Kuckumer Oktoberfest. Die bayerische Band begann zünftig mit Liedern von den Schürzenjägern, „Alpenrock“ oder dem österreichischen Marsch „Dem Land Tirol die Treue“. Zu später Stunde wechselte die Band dann auch einmal zu bekannten Pop-Liedern.

 

Rede zur Gefallenenehrung 2016

Sehr geehrte Schützenschwestern und Schützenbrüder, verehrte Gäste und Zuhörer,

 

wie in jedem Jahr stehen wir auch heute vor dem Kriegerdenkmal in unserem Ort, um der Gefallenen der beiden Weltkriege zu gedenken.

 

In diesem Jahr möchte ich meine Rede aber nicht den Verstorbenen unsers Dorfes hinter mir widmen, sondern den Lebenden der Dorfgemeinschaft vor mir.

Heute, auf der wahrscheinlich letzten Gefallenenehrung vor dem Beginn der Umsiedlung unseres Dorfes Kuckum, möchte ich erinnern, welche Verantwortung wir als Schützen für unsere Heimat, für unser Dorf, haben.

Wir Schützen sind Mitglieder einer Gemeinschaft, die sich verpflichtet hat, füreinander einzustehen, unseren Glauben, unsere Werte und unsere Heimat zu schützen. Während der laufenden und noch kommenden, schwierigen Zeit der Umsiedlung sind wir gefordert, dieser Verpflichtung nachzukommen, und Verantwortung gegenüber unseren Freunden, Nachbarn und Verwandten auszuüben.

Der heranziehende Tagebau ist schlimm, er ist überflüssig und er zerstört den Flecken Erde, den wir als unsere Heimat ansehen. Die Zerstörungen sind überall zu sehen, jetzt bereits rund um Keyenberg und auch zwischen der Kuckumer Mühle und Kaulhausen. Die Vernichtung der Erde rund um unser Dorf hat begonnen und wird immer deutlicher.

Wir werden viel verlieren, aber wir können auch etwas mitnehmen. Wir haben die Möglichkeit, unsere Gemeinschaft und unsere Nachbarschaften zu retten. Es ist bestimmt worden, dass wir unser Dorf aufgeben und an einem neuen Ort wieder errichten müssen. Das wird mühselig und sehr anstrengend. Es ist aber auch eine Bedingung dieser Genehmigung, dass am neuen Ort Platz für alles sein muss. Jedem von uns muss am neuen Ort ein Platz zum Bau eines neuen Hauses vorgehalten werden. Niemandem darf gesagt werden, suchen Sie sich doch woanders ein neues Zuhause. Trotzdem sind diese Sätze gefallen, im Beratungsbüro in Keyenberg.

Wenn wir auch umsiedeln müssen, so gibt es keine Regelung, die uns verbietet, am neuen Ort in unseren gewohnten Nachbarschaften zu verbleiben. Es gibt auch keine Regelung, die uns verbietet, Tiere zu halten oder uns sagt, dass wir unsere Gärten und Wiesen auf Bauland anlegen müssen.

Aber auch hier wurde genauso geplant und uns wurde gesagt, das ist jetzt eben so, so habt ihr Umsiedler das doch genauso in den Abfragen gewollt.

Dagegen wehren wir uns, weil es nicht stimmt. Keiner von uns hat in der Abfrage angegeben, dass er auf jeden Fall nicht in seiner Nachbarschaft verbleiben will, dass er Tierhaltung im neuen Ort ablehne oder dass er sein Gemüse unbedingt auf Bauland züchten möchte.             

Und wir haben Erfolge erzielen können mit unserem Protest. Gemeinsam haben 668 Umsiedler aus Keyenberg, Kuckum, Unter-/Oberwestrich und Berverath ihre Ablehnung gegenüber dieser Planung zum Ausdruck gebracht. Wir haben erreicht, dass den Tierhaltern Plätze in den landwirtschaftlichen Bereichen eingeräumt wurden. Wir haben erreicht, dass Umsiedler mit großen Grundstücken, die am neuen Ort zunächst überhaupt keine Möglichkeit hatten, sich entsprechende Grundstücke auszusuchen, zumindest die Chance bekamen, sich für ein Grundstück vormerken zu lassen.

Und wir haben erreicht, dass in den kommenden Wochen Gespräche mit allen gewünschten Nachbarschaften geführt werden und so nach Lösungen gesucht wird, diese Nachbarschaften zu erhalten.

Das haben wir erreicht, weil wir zusammengehalten haben. Weil wir füreinander eingetreten sind und Verantwortung nicht nur für uns selbst, sondern für unsere Freunde, Nachbarn und Verwandten, für unsere Dorfgemeinschaft, übernommen haben.      

Das ist der Weg, den wir in den kommenden Monaten und Jahren weiter gehen müssen. Solange wir gemeinsam für unsere Heimat, nicht für den Fleck Erde, aber für unsere Gemeinschaft einstehen, solange werden wir uns gegenüber RWE, gegenüber der Bezirksregierung und auch gegenüber der Stadt Erkelenz durchsetzen.

Und wenn unser Bürgermeister, den ich in vielen anderen Punkten sehr schätze, sagt, dass 80 % der Umsiedler mit dem Verlauf der Grundstücksvormerkung zufrieden sind und nur ein paar Querulanten hier aus persönlichen Gründen die Umsiedler aufwiegeln, dann redet gleich mal in euren Gruppen darüber, ob tatsächlich acht von zehn zufrieden sind. Wenn es so ist, teilt es mir mit. Aber wir sollten erst dann aufhören, wenn zehn von zehn zufrieden sind. Wir wollen niemanden aus unserer Gemeinschaft zurücklassen. Wir werden unseren Weg solange weitergehen, bis wir sicher sind, dass niemand von uns bei der Grundstücksvormerkung und noch viel wichtiger, bei der Entschädigung zurückgelassen wird.

Dazu halten wir als Gemeinschaft zusammen, nach innen und aussen. Das ist der Auftrag, den unsere St.-Antonius-Schützenbruderschaft in den nächsten Jahren hat. Und diesen Auftrag wird die Bruderschaft auch wahrnehmen.

Und als äußeres Zeichen, dass in Kuckum alle hinter diesem Ziel stehen, wird unser Schützenkönig in diesem Jahr und in allen folgenden Jahren den Kranz nicht mehr nur für die St.-Antonius-Schützenbruderschaft niederlegen, sondern für die gesamte Dorfgemeinschaft. Und er wird dabei begleitet von den Vertretern der anderen Vereine unseres Dorfes. Und so darf ich den Vorsitzenden des SV Niersquelle Kuckum, Thomas Portz, den Vorsitzenden des Angelvereins, Helmut Christ, den Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Kuckum, Dietmar Zurmahr, den Vertreter des Kirchenvorstandes, Josef Bodewig, die Vertreterin der IG Umsiedlung, Gabi Clever und die Vertreterin des Ortsausschusses, Beate Zurmahr, bitten, vorzutreten und als Zeichen der Gemeinschaft, den Kranz zur Gefallenenehrung niederzulegen.

Zuvor wird aber unser Präses, Pater Paul Mathew, noch ein Gebet sprechen.

 

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.

 

 

 

29. Oktoberfest Kuckum 28.10.2017

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